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John Malkovich philosophiert mit Siri.

Samuel L. Jackson und Zooey Deschanel haben Mitte April den Anfang gemacht, jetzt unterhält sich John Malkovich mit seinem iPhone und setzt damit seit gestern die Reihe prominent besetzter Episoden fort. In einer der beiden Episoden plant Malkovich seinen Abend und lässt sich zum Schluss noch mit einem Witz aufheitern, im zweiten befragt er Siri nach ihrer Meinung zum Leben im Allgemeinen. Der charismatische Schauspieler macht beide Spots durchaus sehenswert > Mehr

 

 

                             HEADLINES                                    

   

24.05.   Smartphone: John Malkovich plaudert mit seinem iPhone

23.05.   Auto: Cadillac ist besser als BMW, Mercedes oder Audi

23.05.   Olympische Sommerspiele: David Beckham kickt für Samsung

22.05.   Bier: Coors Light startet eine mehrteilige Sommer-Kampagne

21.05.   Gastronomie: IHOP setzt auf ein Frühstück mit der ganzen Familie

21.05.   Olympische Sommerspiele: VISA lässt weltweit die Fans jubeln

20.05.   Bier: Das neue Guinness-Glas verbindet mit sozialen Netzwerken

19.05.   Auto: GM sorgt für die nächste Überraschung

18.05.   Getränke: Lipton Iced Tea erfrischt die Country-Band Lady Antebellum

17.05.   Medien: Dish Network blendet Fernsehwerbung automatisch aus

16.05.   Sportschuhe: New Balance verbindet

     

 

                         KURZMELDUNGEN                         

 

22.05.  --  Ogilvy & Mather New York hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine der letzten weißen Flächen im globalen Marketing schnellstmöglich mit Leben zu füllen: Myanmar. Dabei verliert die Agentur keine Zeit. Am Freitag haben die USA ihre jahrzehntelangen Sanktionen gegen den südostasiatischen Staat aufgehoben, am Montag hat Ogilvy & Mather die Beteiligung an der größten Werbeagentur des Landes namens Today Advertising bekannt gegeben. Mit der Öffnung des über lange Zeit weitgehend isolierten Landes erwartet Ogilvy & Mather einen wirtschaftlichen Aufschwung, an dem man als erstes internationales Agentur-Netzwerk teilhaben will. Nach einem Bericht von Reuters konzentriert sich die Werbung in Myanmar bisher auf Fernsehen und Plakate. Das Internet wird erst von 0,2 % der Bevölkerung genutzt und Tageszeitungen sind wegen ihrer schlechten Druckqualität nur bedingt für Anzeigen geeignet.       

 

16.05.  --  Für Facebook hätte die Entscheidung zu keinem schlechteren Zeitpunkt kommen können. Ausgerechnet drei Tage vor dem Börsengang gibt der größte amerikanische Autobauer General Motors gestern bekannt, jegliche bezahlte Werbung in dem sozialen Netzwerk einzustellen und sich auf die kostenlosen Marken-Seiten zu beschränken. Den Verlust der rund 10 Millionen Dollar, die GM zuletzt für Werbung auf Facebook ausgegeben hatte, kann das soziale Netzwerk sicherlich verschmerzen. Die Begründung für den Rückzug dürfte Facebook dagegen weniger gefallen: Nach Analysen von GM hatte Werbung nur einen minimalen Einfluss auf Kaufentscheidungen der Kunden. General Motors ist der drittgrößte Werbetreibende in den USA, deshalb wirft der Strategiewechsel ein neues Licht auf die schon seit längerem diskutierte Frage, ob Werbung auf Facebook wirklich zusätzlichen Umsatz bringt und welche Vorteile soziale Netzwerke gegenüber den traditionellen Medien bieten. Für viele Branchenbeobachter macht der Rückzug von GM ein grundsätzliches Risiko im Geschäftsmodell von Facebook deutlich: Wenn der erste Hype abgeklungen ist, muss die Plattform ihre Effektivität für Werbekunden beweisen. Wie hat schon der große Vordenker David Ogilvy erkannt: It's not creative unless it sells.  

  

01.05.  --  Der offensiven Kampagne von Samsung hat Apple zu Beginn des Jahres zunächst recht traditionelle Spots für das iPhone entgegengesetzt, die eher technikbezogen als emotional waren. In den wöchentlichen Auswertungen der Analysten von Ace Metrix erreichten die Spots bei der Effektivität nur durchschnittliche Werte, die meist unter denen von Samsung lagen. Jetzt scheint Apple allerdings ein Rezept gefunden zu haben, um das Blatt zu wenden. Die unterhaltsamen Episoden mit Samuel L. Jackson und Zooey Deschanel waren gleich in der ersten Woche nach ihrer Premiere die erfolgreichsten Spots und lagen vor zwei zeitgleich gestarteten Motiven für das Galaxy Note. Nach Einschätzung von Peter Daboll, dem CEO von Ace Metrix, hat Apple mit der Wahl der beiden sehr unterschiedlichen Spokespersons den Geschmack vieler Zuschauer getroffen. Besonders jüngere Frauen haben sehr positiv auf die sympathischen Geschichten reagiert.

 

Foto: Spirit Airlines

20.04.  --  In Deutschland reagiert Sixt bisweilen mit einem leichten Anflug von Sarkasmus auf aktuelle Themen, in den USA ist der regionale Billigflieger Spirit Airlines für solche Anspielungen bekannt, unter anderem auf Tiger Woods, Charlie Sheen und die außerehelichen Aktivitäten von Arnold Schwarzenegger. Seit Sonntag beschäftigt ein Skandal das Land, weil sich etliche Personenschützer von Barack Obama während eines Einsatzes während des Amerika-Gipfels in Cartagena mit Prostituierten vergnügt haben, wobei mindestens einer der Agenten des Secret Services diese Dienstleistung nicht bezahlt haben soll. Für Spirit Airlines war das eine Steilvorlage, da der Low-Cost Carrier unter anderem die Strecke nach Cartagena in Kolumbien bedient. In einer eilig entworfenen Promotion verspricht die Fluglinie "More Bang for your Buck" und zeigt dazu mehrere Bikini-Schönheiten neben einem Agenten mit Sonnenbrille und dem unvermeidlichen Ohrhörer. Falls die Agenten mal wieder nach Cartagena fliegen möchten, bietet Spirit Tarife ab 19,80 Dollar an. In Anspielung an die nicht bezahlte Prostituierte weist die Airline allerdings deutlich darauf hin, dass bei den Flugtickets Vorkasse erforderlich ist. Die Resonanz auf die aggressive Promotion ist erwartungsgemäß hoch, führende Medien wie die USA TODAY oder MSNBC haben über die Seitenhiebe der Fluglinie berichtet und für die gewünschte PR gesorgt. Nachtrag: Auf Bitten der kolumbianischen Regierung hat Spirit die Kampagne am 22.04. zurückgezogen, um die guten Beziehungen zu der wichtigen Destination nicht zu belasten. Es soll nicht der Eindruck erweckt werden, die Fluggäste könnten das gesparte Geld am Zielort für Prostituierte ausgeben  

 

05.04.  --  Nicht nur Chrysler setzt mit seinem Slogan "Imported from Detroit" erfolgreich auf die patriotische Karte, der Hinweis auf eine heimische Herstellung funktioniert auch bei Laufschuhen. Um sich von Produkten aus Asien abzusetzen, betont New Balance in seiner neuen Kampagne, dass das Modell 990 in den Vereinigten Staaten gefertigt wird. Das in Boston ansässige Unternehmen hat zwar nur einen Marktanteil von 6,4 % (Nike dominiert das Segment mit 55 %), dafür aber berühmte Fans von Ben Affleck und Jennifer Garner über Hilary Duff bis zum verstorbenen Steve Jobs. Am 17. April geht ein In-House produzierter 25: Spot an den Start, in dem ein Fabrik-Mitarbeiter erzählt, dass viele Kollegen schon 20 Jahre und länger hier arbeiten. Mit dem Siegel "Made in the USA" besitzt New Balance ein sehr exklusives Produktmerkmal, denn nach den Zahlen des amerikanischen Branchenverbandes für Sportbekleidung stammten 99,3 % der im Jahr 2010 in den USA verkauften Sportschuhe aus dem Ausland.    

 

03.04.  --  Mit ein wenig Kreativität kann man aus Statistiken erstaunliche Zahlen ableiten. Das beweist die Chrysler Group bei der heutigen Veröffentlichung der Absatzzahlen für den Monat März. In der entsprechenden Pressemitteilung wird stolz verkündet, dass der Fiat 500 eine Steigerung von 642 % gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres verzeichnen konnte. Klingt unglaublich, ist aber leicht zu erklären: Der Fiat 500 ist im März 2011 gerade erst auf den US-Markt gekommen. Nach fast 30-jähriger Abwesenheit war die Marke in den USA weitgehend unbekannt, mit dem Aufbau eines Händlernetzes ist zu diesem Zeitpunkt erst begonnen worden und nennenswerte werbliche Unterstützung gab es zunächst auch noch nicht. So wurden im März 2011 nur 500 Fahrzeuge ausgeliefert, wahrscheinlich als Erstausstattung der wenigen Händler, die es in dieser frühen Phase der Markteinführung gab. Da erscheint die umjubelte Steigerung von 642 % doch gleich in einem ganz anderen Licht. Was nichts daran ändert, dass sich der italienische Stadtflitzer nach etlichen Anlaufschwierigkeiten mittlerweile gut entwickelt. Im März wurden 3.712 Fahrzeuge ausgeliefert, im 1. Quartal 2012 insgesamt 8.850. Mit freundlicher Unterstützung von Jennifer Lopez und Charlie Sheen.  

 

01.04.  --  Es hat bereits Tradition, dass Google die Welt am 1. April mit einer Reihe origineller und aufwendig inszenierter Scherze unterhält. In den USA kündigt eine umfangreiche Website eine neue Partnerschaft mit der Motorsportserie NASCAR an. Ziel der Zusammenarbeit ist es, ab Mitte der nächsten Saison einen Wagen einzusetzen, der sich selber steuert. Um auf das Gemeinschaftsprojekt hinzuweisen, wurde der rechte Button auf der Google-Startseite für einen Tag von "I'm Feeling Lucky" in "I'm Steering Lucky" geändert, darunter führte ein Link zu google.com/racing. Ein anderer Gag ist "Google Weather Control", über das man das aktuelle Wetter seiner Region aufrufen und über Dropdown-Menüs für heute und die nächsten 3 Tage ändern kann. Hat man Sonne, Wind und Temperaturen eingestellt, muss nur noch der Button "Update Weather" angeklickt werden.  

 

Der diesjährige Aprilscherz von YouTube besteht aus einer Kollektion aller Videos, übersichtlich nach Themen sortiert auf DVD. Dabei werden die DVDs mit 175 Trucks frei Haus geliefert. In Australien kündigt Google den Einsatz von über 1.000 Kängurus mit umgeschnallten Kameras an, um auch die entlegensten Winkel des Outbacks für Street View zu erfassen.