Online ist nicht alles. Und nicht alles ist online. Viele interessante Nachrichten und Meldungen (auch über die neusten Bier-Kampagnen) stehen in unserem monatlichen Branchen-Informationsdienst > adnews|print 



       BIER              

 

   

  SPECIALTY BREW   YUENGLING

Wer ist der Größte?

 

Yuengling "Drive-In"

Mit dieser Frage könnte man so manchen Kandidaten in amerikanischen Quiz-Shows verunsichern: Welches ist die größte US-Brauerei? Branchenkenner wissen natürlich, dass es weder Anheuser-Busch noch MillerCoors ist, denn beide befinden sich mittlerweile in ausländischem Besitz. Auch die weithin bekannte Boston Beer Company mit ihrem Flaggschiff Samuel Adams ist nicht mehr die Nummer 1 unter den US-Brauereien, dieser Titel gebührt derzeit der traditionsreichen Brauerei D.G. Yuengling & Sons, die gleichzeitig für sich reklamiert, der älteste Bierhersteller in Nordamerika zu sein. 

 

Die veränderten Besitzverhältnisse hindern die Braugruppe Anheuser-Busch InBev allerdings nicht daran, weiterhin auf die nationale Karte zu setzen und Budweiser mit patriotischen Kampagnen zu bewerben. Besonders beliebt ist dabei ein Blick auf die lange Geschichte, die Budweiser und die Nation verbindet. So blickte einer der beiden diesjährigen Super Bowl Spots weit zurück und erinnerte an das Ende der Prohibition. Eine Budweiser-Bierkutsche mit den legendären Clydesdales-Pferden kommt in die Stadt, um das lange vermisste Bier zu bringen. Dieses Ereignis löst in der lange verwaisten Kneipe Begeisterung aus. (Mehr über den Super Bowl Auftritt von Budweiser steht in adnews | print 02/2012) 

 

Trotz seiner Position als größte Brauerei in amerikanischer Hand hat Yuengling nur einen absoluten Marktanteil von 1,2 %. In den Kampagnen wird die Marke deshalb auch nicht gegen die mächtigen Mainstream Brands aufgestellt, sondern gegen die direkte Konkurrenz aus dem Lager der Craft Brews und Specialty Brews.

 

 

  SUPER BOWL   BUD LIGHT

Erfolgsgarant

 

Bud Light "Weego"

08.02.2012  -  Es gibt Konzepte, die bei den Zuschauern des Super Bowls immer wieder gut ankommen. Dazu gehören niedliche Hunde und leicht skurrile Geschichten. Wenn man beides verbindet, ist der Erfolg fast schon sicher. Die Agenturen von Anheuser-Busch InBev haben eine langjährige Erfahrung darin, welche Art von Humor erfolgreich ist. Ihr Gespür für die richtige Dosierung hat sie auch diesmal nicht getrügt, der diesjährige Beitrag von Bud Light zählte wieder zu den erklärten Publikumslieblingen. Die Zutaten sind eigentlich recht einfach: Ein sympathischer kleiner Hund, eine amüsante Geschichte, ein paar nette Gags und viel Bier. Die wohl originellste Idee ist der Hundename "Weego", der als Kurzform aus dem Kampagnen-Motto "Here we go" abgeleitet wurde. Wann immer einer der Gäste einer Gartenparty diese Worte ausgesprochen hat, brachte ihm der kleine Helfer umgehend Bud Light. Zunächst nur einzelne Flaschen, als die Nachfrage größer wurde wechselte das kluge Tier zu 6-Packs, einer Kühlbox und am Ende gar zu einem Fässchen. 

 

Der im 4. Viertel platzierte Spot stammt von McGarryBowen New York, beim Ad Meter von USA TODAY erreichte der hilfsbereite Hund Platz 2 und landete dabei nur knapp hinter Doritos. Gegen einen kleinen Hund kommen selbst prominente Stars wie Clint Eastwood, Jerry Seinfeld, Jay Leno oder Matthew Broderick nicht an. Anheuser-Busch InBev zählte in diesem Jahr zu den wenigen Unternehmen, die sich nicht mehr allgemeinen Trend der Teaser und Previews angeschlossen hat. Alle 6 Spots blieben bis zuletzt geheim, es gab keine Vorveröffentlichung in den sozialen Netzwerken und keine Informationen über die Inhalte in den Medien.

 

 

  SUPER BOWL   BUD LIGHT PLATINUM

Ganz in blau

Bud Light Platinum "Factory"

 

07.02.2012  -  Das größte nationale Sportereignis des Jahres ist die ideale Bühne für die Präsentation einer neuen Marke. Amerikas führende Brauereigruppe Anheuser-Busch InBev nutzte die Gelegenheit, um seinem Flaggschiff Bud Light eine kräftigere Alternative zur Seite zu stellen: Bud Light Platinum mit einem Alkoholgehalt von 6 % (gegenüber 4,2 % bei Bud Light) und 137 Kalorien (gegenüber 110). Damit man die neue Variante auch optisch unterscheiden kann, wird Bud Light Platinum in blaue Glasflaschen abgefüllt. Im Vergleich zum klassischen Bud Light schmeckt die neue Version etwas süßlicher, was Branchenbeobachter für einen Widerspruch halten, da Platinum gleichzeitig kräftiger ist. Es wird sich zeigen, wie sich der neue Hoffnungsträger positionieren lässt. Welche Bedeutung man der Markenerweiterung seitens Anheuser-Busch InBev zumisst, wird daran deutlich, dass man dem Neuzuwachs zwei Commercials widmet, die beide kurz hintereinander im 1. Viertel geschaltet wurden. Im Handel ist das kräftige Light seit 30. Januar, es dürfte also am Super Bowl Sunday zumindest in den Kernmärkten verfügbar gewesen sein.

 

Bud Light Platinum "Work"

Der erste Spot erinnerte daran, dass es schon immer ein Traum der Menschheit war, Metall in Gold zu verwandeln. Bei Anheuser-Busch InBev ging man einen Schritt weiter und hat den Traum wahrgemacht, Gold in Platin zu verwandeln. Dazu sehen wir eine futuristisch anmutende Anlage, die das edle Platin-Bier abfüllt und die Flasche anschließend mit einem Laser beschriftet. Womit die Entstehungsgeschichte und Namensfindung der neuen Marke schon mal geklärt wäre. Der kurz danach folgende Spot befasst sich mit der Frage, für wen das neue Bier gedacht ist. Dazu sehen wir ein Büro, in dem junge, attraktive Menschen ihre Arbeit und ihr Vergnügen miteinander verbinden. Für diese Generation der kreativen und dynamischen Macher, so soll uns die ausgelassene Büroparty offenbar sagen, ist Bud Light Platinum das perfekte Getränk. Die Voice-Over grenzt die Lebensphilosophie der jungen Leute gegen überholte Wertvorstellungen ab. Man sagt, dass man mit seiner Arbeit nie wirklich fertig ist. Man sagt, dass man Geschäft und Vergnügen nicht vermischen soll. Man sagt, dass Erfolg zu dem kommt, der warten kann. Wie gut, dass "man" nicht hier arbeitet.

 

 

  WEIHNACHTSPROMOTION   HEINEKEN

Ganz im Geist von Weihnachten

 

Online-Video "Heineken BeerFriender"

10.12.2011 - Mancher Mann würde gerne die Zapfanlage von Heineken unter dem Weihnachtsbaum sehen. Da man sie aber schon wegen des Preises von rund 100 Dollar eher selten geschenkt bekommt, bleibt nur die Möglichkeit, sie selber zu kaufen. Das entspricht allerdings nicht der festlichen Tradition und den liebgewordenen Gewohnheiten.

 

Das Dilemma ließ die kreativen Köpfe bei Heineken nicht ruhen und sie ersannen einen raffinierten Ausweg. Über eine Facebook App sucht man einen Seelenverwandten und dann schenkt man sich die BeerTender einfach gegenseitig. Letztlich kauft man die Zapfanlage natürlich selber, aber formal hat man sie geschenkt bekommen. Dazu wird das Gerät ganz stilgerecht im Geschenkpapier und mit Glückwunschkarte geliefert. Man kann sie zu den anderen Geschenken unter den Baum stellen und sich voller ungeduldiger Vorfreude fragen, was da wohl drin sein mag. Die Abwicklung ist denkbar einfach. Unter Umgehung von Santa stellt die von Wieden + Kennedy New York erdachte App automatisch den Kontakt zu einem Gleichgesinnten her und der Austausch kann beginnen. So muss man Heiligabend beim Auspacken kein schlechtes Gewissen haben, schließlich ist es ja ein Geschenk. Als Wortspiel zu BeerTender hat Heineken die App sinnigerweise BeerFriender genannt. Das gegenseitige Beschenken funktioniert übrigens nur innerhalb der USA.     

 

 

  FACEBOOK   HEINEKEN PREMIUM LIGHT

Mehr oder weniger

 

01.12.2011 - Die Social Media Experten der größten amerikanischen Brauereigruppe Anheuser-Busch InBev setzen bei ihrer Facebook-Strategie schon seit einiger Zeit auf das Konzept der Fragmentierung. Neben Seiten für alle wichtigen Marken des breit gefächerten Portfolios gibt es eigene Auftritte für das Unternehmen, für die Initiative gegen Alkoholmissbrauch und für einige aktuelle Promotions. Dabei gibt es sogar gesonderte Seiten für Marken-Versionen wie Bud Light Lime oder Bud Light Golden Wheat. Während beim Marktführer immer mehr Seiten dazukommen, schert Heineken aus diesem Trend aus und konzentriert seine Facebook-Präsenz wieder auf das Flaggschiff Heineken Lager. Dazu wird die sehr aufwendige Seite für Heineken Premium Light ab morgen eingestellt. Den Nutzern wurde per Posting empfohlen, rechtzeitig ihr Gefallen für die amerikanische Heineken-Seite zu bekunden. Alle Fans auf einer einzigen Seite zu bündeln, sorgt zumindest für beeindruckende Zahlen. Heineken vereinigt derzeit rund 4,5 Millionen Follower, das umsatzstärkste Bier Bud Light liegt knapp über 2 Millionen.

 

 

  PROMOTION   MILLER LITE / BUD LIGHT

Grüße an den virtuellen Gegner

 

25.11.2011 - Football findet in den USA nicht nur im Stadion, sondern auch im Internet statt. Beim sogenannten Fantasy Football werden reale Profi-Spieler zu einem ganz persönlichen virtuellen Team zusammengestellt, das an jedem Spieltag der NFL gegen ein gegnerisches Fantasy-Team antritt. Dabei werden die Punkte addiert, die von den Spielern der eigenen Fantasy-Mannschaft bei ihren realen Spielen erzielt werden. Für Außenstehende erscheint das System ähnlich kompliziert wie die Football-Regeln, aber vielleicht macht gerade das den Reiz dieses Spiels aus. Es gibt mittlerweile unzählige Internet-Plattformen für Fantasy Football, unter anderem von der NFL, Yahoo Sports, CBS Sports und ESPN. Die Zahl der Anhänger dieser virtuellen Liga wird auf 20 Millionen geschätzt.

 

Im Marketing gibt es manchmal die erstaunlichsten Zufälle und so haben die beiden direkten Konkurrenten Bud Light und Miller Lite am gleichen Tag eine amüsante Idee zum gleichen Thema präsentiert. Sie bieten Fans des Fantasy Footballs eine bunte Auswahl amüsanter eCards, mit denen man gegnerische Mitspieler grüßen oder ihnen sein Bedauern über eine Niederlage ausdrücken kann. Die Sprüche auf den Karten decken die gesamte Bandbreite von unverfänglichem Humor bis zu leicht sarkastischen Bemerkungen ab, unterhaltsam und zum Schmunzeln sind sie allesamt.

 

Bei der Umsetzung der Idee gingen die beiden führenden Braugruppen unterschiedliche Wege. Während Miller Lite eine breite Auswahl von insgesamt 49 eCards auf einer eigenen Microsite anbietet, suchte Anheuser-Busch InBev die Kooperation mit dem Portal someecards.com. Für die Karten von Bud Light wurde ein eigener Bereich innerhalb dieser Website eingerichtet. Während man die Grüße von Bud Light wahlweise per eMail, Facebook oder Twitter versenden kann, ist bei Miller Lite nur ein Posting auf die Facebook-Seite des Empfängers möglich.      

 

 

  PROMOTION   MILLER LITE

Trainer zu ersteigern

 

15.11.2011 - Der Besuch eines Football-Spiels ist für viele Fans untrennbar mit dem so genannten Tailgating verbunden. Darunter versteht man Partys auf den Parkplätzen vor den Stadien, bei denen die Fans um die geöffnete Ladefläche eines Pickups herum sitzen, grillen, Bier trinken und fachsimpeln. Ihren Namen erhielt diese traditionsreiche Institution von der Heckklappe des Wagens (Tailgate), auch wenn ein Pickup heute nicht mehr zwingender Bestandteil ist. Es ist der großen Beliebtheit dieses uramerikanischen Brauchs geschuldet, dass sich immer wieder Kampagnen um diese Tailgate Partys drehen. Bevorzugt für Bier, Grillgut aller Art und Snacks.

 

Miller Lite hat die Party kurzerhand vom Stadion nach Hause verlegt und dafür den Begriff Tailgating in die neue Wortschöpfung "Homegating" abgewandelt. Um aus dem gemeinsamen Fernseherlebnis ein unvergessliches Ereignis zu machen, gesellt sich bei einem glücklichen Fan noch ein prominenter Ex-Spieler dazu und steuert sein Insiderwissen bei. Soweit wäre es eine klassische Football-Promotion. Ungewöhnlich daran ist, dass der Besuch des Football-Profis nicht etwa verlost, sondern über eBay versteigert wird. Der gesamte Erlös kommt der Organisation Gridiron Greats Assistance Fund zugute, die bedürftige Football-Spieler finanziell und medizinisch unterstützt. Mit seiner Spende ersteigert man sich neben einem legendären Gast auch alle Speisen und Getränke für eine große Party im Kreis der Familie und Freunde. Eine kleine Einschränkung gibt es allerdings: An den Versteigerungen können nur Football-Anhänger teilnehmen, die höchstens 75 Meilen von einem Verkehrsflughafen entfernt wohnen. Auch ansonsten muss der Gewinner einige Bedingungen akzeptieren. So wird der Spieler von einigen Mitarbeitern von MillerCoors begleitet, die örtliche Presse wird über den berühmten Besucher informiert und Fotos der Party werden auf die Website und die Facebook-Seite von Miller Lite gestellt. Dafür sind die eingeflogenen Ehrengäste durchaus hochkarätig. Für die Fanparty am 20. November reist Emmitt Smith an, der als einer der besten Runningbacks der NFL gilt. Er hat mit den Dallas Cowboys dreimal den Super Bowl gewonnen und hält einige Rekorde, unter anderem für die meisten gelaufenen Touchdowns. Am 4. Dezember gesellt sich der Offensive Tackle Jonathan Ogden zu den Fans, der 2001 mit den Baltimore Ravens den Super Bowl Ring gewonnen hat. In der letzten Auktion wird ein Besuch von Barry Sanders versteigert, einem Mitglied der Pro Football Hall of Fame.   

 

  

  NEUER SPOT   MILLER LITE

Wohl dosierter Hopfen 

 

Miller Lite "Scooter"

08.11.2011 - Miller Lite hat Mitte der 70er Jahre das Light-Segment begründet und sieht sich noch heute als das einzig wahre Bier unter den kalorienarmen Marken. Alles andere ist nicht nur geschmacksarm, sondern auch zutiefst unmännlich.

 

Das zumindest will uns die laufende Marken-Kampagne sagen, die den direkten Zusammenhang von Geschmack und Männlichkeit bereits in etlichen amüsanten Spots thematisiert hat. Zurückgeführt wird das volle Aroma auf das exklusive Produktmerkmal des "Triple Hops Brewing". Darunter versteht man nicht etwa die dreifache Menge an Hopfen, sondern das verteilte Zugeben in drei Schritten. Die Story des neusten Spots setzt das Konzept der vorangegangenen Geschichten fort. Ein paar Freunde stehen zusammen und einer von ihnen trinkt statt Miller Lite irgendein anderes Light Bier. Auf Anfrage erklärt er völlig unbedarft, dass es ihm eigentlich egal ist, was er da trinkt. Daraufhin stellt sein Freund fest, dass dies schon das zweite unmännliche Verhalten ist. Eine kurze Rückblende zeigt, dass er zuvor schon mit seinem neuen Moped unangenehm aufgefallen ist. Dann folgt das eigentlich bemerkenswerte an diesem Spot, denn MillerCoors hat den produktbezogenen Teil geändert. In der neuen Version wird das Verfahren des Triple Hops Brewing wesentlich anschaulicher erklärt und der Zuschauer kann besser verstehen, was genau damit gemeint ist. 

  

 

  REGIONALE KAMPAGNE   SARANAC

Wenn Wände sprechen könnten

21.10.2011

 

Saranac "Beer is our Craft"

Bei alten Gebäuden mit wechselvoller Geschichte überlegen wir manchmal, was uns diese Wände erzählen könnten. Bei der Matt Brewing Company war mit diesem Gedanken die Idee für einen neuen Spot geboren. Für die Mitarbeiter ist nicht nur ihr Bier einzigartig, sondern auch das historische Gebäude, in dem sie tagtäglich arbeiten. Mit seiner langen Geschichte steht es für die Brau-Tradition und für den besonderen Charakter der Marke Saranac. Die Philosophie der Privatbrauerei bringt das Motto "Beer is our Craft" auf den Punkt. Außerdem verrät uns der Spot das Geheimnis des besonderen Geschmacks von Saranac Pale Ale: Die Mitarbeiter brauen das Bier so, wie sie es selber gerne trinken.    

 

Bei der Produktion des regional geschalteten Spots ist Matt Brewing seinem Standort treu geblieben. Von den Aufnahmen bis zur Musik wurden ausschließlich Kreative und Unternehmen aus der näheren Umgebung beschäftigt, was das Bekenntnis zum Heimatstaat New York unterstreichen soll. Matt Brewing wurde 1853 von einem deutschen Einwanderer gegründet und ist Amerikas zweitälteste Privatbrauerei, die noch in Familienbesitz ist.

 

 

  PROMOTION   BUD LIGHT

Das ultimative Football-Erlebnis

19.10.2011

 

Bud Light "Goal Line Dive"

Mit Beginn der laufenden Saison 2011/2012 ist Bud Light der offizielle Bier-Sponsor der NFL und dieses äußerst kostspielige Privileg nutzt Anheuser-Busch InBev erwartungsgemäß für diverse Kampagnen und Promotions. Dabei setzt der Marktführer auf das erprobte Konzept, Reisen zu wichtigen Spielen der NFL zu verlosen. Im vergangenen Jahr hat Anheuser-Busch InBev bei der Bud Light Playbook-Kampagne spezielle Icons auf Promotion-Packungen gedruckt, die man mit seinem Smartphone fotografieren musste. Mit dem Einsenden des Bildes per MMS oder E-Mail war man automatisch registriert und erhielt bis zum Ende der NFL-Saison jede Woche ein amüsantes Kapitel aus dem Playbook aufs Handy.

 

Bud Light "Field Goal"

Für das aktuelle Preisausschreiben "Ultimate Fan Experience" wurde diese Form der digitalen Registrierung wiederholt. Der Football-Fan muss wieder nach den Aktions-Kartons Ausschau halten und das Signet aufnehmen. Damit nimmt er automatisch an der Verlosung der ausgelobten Preise teil, darunter NFL-Jahreskarten für alle Heimspiele eines Teams nach Wahl, eine Reise zum Pro Bowl in Honolulu, dem NFL Draft in New York oder dem Endspiel um den Super Bowl, das Anfang Februar in Indianapolis stattfindet. Beim Pro Bowl treten die besten Mannschaften der beiden NFL-Conferences AFC und NFC gegeneinander an. Der NFL Draft ist eine 2-tägige Talentshow, bei der die Profiteams neue Nachwuchsspieler aus der College-League verpflichten können.

 

Hauptpreis ist die "Ultimate Fan Experience", bei der 4 Personen zu allen drei Spielen fliegen können. Hinzu kommt noch das Kick-Off Spiel der nächsten Saison 2012/2013. Bei den entsprechenden TV-Spots setzt Anheuser-Busch InBev auf den bewährten Humor und zeigt, dass es einen mühsamen und einen einfachen Weg zum ultimativen Fan-Erlebnis gibt. Über die Dachkampagne von Bud Light zur NFL berichtet Ausgabe 10/2011 von adnews|print.

 

 

  NEUER SPOT   HEINEKEN

Grosses Kino

12.10.2011

 

Nach dem großen Erfolg des Spots "The Entrance" haben Heineken und die Agentur Wieden + Kennedy Amsterdam mit einer zweiten Episode nachgelegt, deren rätselhafte Handlung streckenweise wie ein rasanter Action-Film inszeniert wurde. Auf YouTube konnte der jetzt erst im Fernsehen geschaltete Spot bereits seit Ende Mai bestaunt werden.

 

Heineken "The Date"

Auch bei "The Date" geht es darum, dass ein junger Mann bei einem Event eintrifft. Diesmal allerdings nicht alleine, sondern in Gesellschaft einer attraktiven jungen Dame. Und er betritt den Saal auch nicht durch den vorderen Eingang, sondern durch die Hintertür und die Küche. Ansonsten hat Heineken alle wesentlichen Elemente übernommen und in ein asiatisches Restaurant verlegt. Der junge Mann trifft auf seinen verschlungenen Wegen etliche skurrile Typen, die er alle kennt und die er individuell begrüßt. Die zweite Gemeinsamkeit mit "The Entrance" ist die live dargebotene Musik, die ein durchgängiger Teil der Geschichte ist.

 

Die 90: Version hatte ihre Premiere während der NBC-Sendung Sunday Night Football, in den nächsten Monaten werden zusätzlich 60: und 30: Versionen eingesetzt. Der Kabelsender IFC (Independent Film Channel) hat dazu ein 3:30 langes "Legendary Making of The Date" gezeigt. Unterstützt wird der Spot durch Außenwerbung im Stil eines Filmplakats. Als primäre Zielgruppe hat Heineken den weltoffenen, fortschrittlichen Mann zwischen 21 und 34 im Auge, der sich mit dem selbstbewussten und jeder Situation gewachsenen Protagonisten identifizieren soll. 

 

 

  PROMOTION   HEINEKEN LIGHT

Sie haben es schon wieder getan

30.09.2011

 

Heineken Light "Occasionally Perfect Chicago"

Ein Großflächenplakat hängt üblicherweise in der Gegend herum und verbreitet seine Werbebotschaft an alle, die im Vorübergehen kurz hinschauen. Doch in manchen Billboards schlummert mehr und irgendwann sind sie für kurze Zeit vollkommen. So geschehen am 19. August in Brooklyn, als ein Plakat zur abendlichen Konzertbühne für die Band TV on the Radio wurde. Nach New York war jetzt Chicago an der Reihe und wieder lief die Aktion nach dem gleichen Muster ab. Vier Tage vor dem großen Ereignis wurde allen Facebook-Fans das Bild eines Billboards gepostet, weitere Details sollten folgen. Einen Tag später stellte Heineken die Frage, in welcher Stadt sich die Werbefläche wohl befindet. Am folgenden Tag wurde als nächster Hinweis verraten, dass es irgendwo in Chicago ist und erst am Morgen des großen Events folgte die genaue Adresse und Uhrzeit. Die Nachricht verbreitete sich über Facebook und Twitter, abends hatten sich Tausende auf dem Parkplatz im Stadtteil Wrigleyville gegenüber des Wrigley Field Baseball-Stadions versammelt. Immer noch ohne zu wissen, was genau passieren wird. Als die Show begann, wurde ein 4,5 m hohes Gerüst vor dem Billboard zur Bühne für den Auftritt der kanadischen Indie-Rocker Broken Social Scene, die eine enge Verbindung zu Chicago haben. Nach 30 Minuten war das "Occasionally Perfect" Konzert vorbei, das Gerüst wurde abgebaut und am Morgen danach war die Fläche unter dem geheimnisvollen Plakat wieder ein ganz normaler Parkplatz. Jetzt müssen die Heineken-Anhänger warten, bis das nächste Billboard seine Vollkommenheit erreicht. Die Kampagne für Heineken Light einschließlich der Konzertreihe stammt von Wieden + Kennedy New York

 

 

  KAMPAGNE   BUDWEISER

Darauf ein Budweiser

26.09.2011

 

Budweiser "Epic Toast"

Anheuser-Busch InBev bleibt seinem Konzept treu und startet mit der festen Überzeugung in die Herbst-Saison, dass besondere Ereignisse und Budweiser untrennbar zusammengehören. Thema des neusten Spots aus der Reihe "Great Times" ist diesmal der Toast, den man bei unvergesslichen Momenten mit Freunden, Kollegen oder früheren Klassenkameraden ausbringt. Eine Szenenfolge zeigt verschiedene Feiern und Parties, bei denen ein Redner das Wort ergreift und dabei seine Flasche Budweiser erhebt. Dass so was auch im größeren Kreis geht, zeigt das letzte Beispiel eines Rockmusikers, der auf der Bühne seine Fans grüßt. Wie mittlerweile bei den meisten führenden Biermarken üblich, wurde der Spot zunächst auf Facebook vorgestellt und erst dann folgte die eigentliche TV-Premiere.

 

 

  KAMPAGNE   MILLER LITE

Alles Geschmackssache

21.09.2011

 

Miller Lite "Yellow Skirt"

Die Botschaft der laufenden Kampagne für Miller Lite ist einfach: Wer keinen guten Geschmack hat, dem ist auch egal, welches Bier er trinkt. Das wurde mit einer Reihe amüsanter und leicht schräger Spots verdeutlicht, die bisher alle nach dem gleichen Muster abliefen. Ein Mann bestellt an der Theke ein Light, wobei ihm die Marke egal ist. Die Kellnerin gibt ihm das Gewünschte und verspricht, dass er ein Miller Lite mit mehr Geschmack bekommt, wenn er erwachsen geworden ist und seinen modischen Fehlgriff korrigiert hat. Die geschmacklichen Entgleisungen reichen von einer Herrenhandtasche oder dem Tragen einer Sonnenbrille in der düsteren Kneipe bis zu einem farbenfrohen Rock, einer zu engen Jeans oder einem Gesäß-Tattoo.     

 

In der Herbst-Staffel steht ein junger Mann mit Freunden in der Kneipe und erlaubt sich wieder zwei unmännliche Ausrutscher. Der zweite besteht darin, statt Miller Lite irgendein beliebiges Light-Bier zu trinken. Den ersten erleben die Zuschauer in einer Rückblende. Einer der Freunde droht, bei einem weiteren Patzer die "Man Card" zu entziehen. Gegenüber dem bisherigen Konzept hat MillerCoors zwei Elemente geändert: Gesprächspartner des Mannes mit fragwürdigem Geschmack ist nicht mehr die Barkeeperin, sondern seine Freunde. Außerdem wurde als Metapher für männliches Verhalten die "Man Card" eingeführt.

 

Miller Lite "Bathroom"

Im ersten Motiv der neuen Reihe benimmt sich der Protagonist unmännlich, weil er bei einer rasanten Achterbahnfahrt vor Entsetzen schreit wie ein Mädchen. Das zweite Motiv steuert die Agentur Commonground aus Chicago bei, die auf Kampagnen für afroamerikanische Zielgruppen und Cross-Cultural Marketing spezialisiert ist. Wieder fällt ein junger Mann unangenehm auf, weil er der Ansicht ist, dass es bei Light Bier keinen Unterschied gibt und dass eins wie das andere schmeckt. Sein erster Fehler war, dass er seinen Freund quer durch das Lokal dazu aufgefordert hat, mit ihm zusammen auf die Toilette zu gehen. Und das auch noch mit auffälligem Gestikulieren, das später von einer Freundin nachgeäfft wird. Die schlichte Erkenntnis dieser Kneipengeschichte: Frauen gehen mit einer Freundin auf die Toilette, Männer immer alleine.

 

MillerCoors hält an seinem Konzept fest, auch wenn sich die Kampagne bislang noch nicht positiv in den Verkaufszahlen niederschlägt. In einem insgesamt stagnierenden Marktumfeld musste Miller Lite in den letzten 12 Monaten als einzige der drei führenden Light-Marken einen Umsatzrückgang hinnehmen. Der Marktführer Bud Light hält sich stabil und Coors Light konnte sogar leicht zulegen.